Warum gibt es in Deutschland keine Börsenspekulationssteuer wie in anderen Ländern der EU?

Frage von Horus: Warum gibt es in Deutschland keine Börsenspekulationssteuer wie in anderen Ländern der EU?

An der Börse werden im Jahr Billionen verspekuliert, wenn man 2% davon besteuern würde, wären das Einnahmen in Millionenhöhe oder noch höher, oder?

Beste Antwort:

Answer by *magnolia*
Weils hier schon genug andere Steuern gibt

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6 comments

  1. Michael S sagt:

    Gibt es doch!Kapitalertragssteuer 25%.Oder zumindest ab nächstes Jahr.

  2. Franky sagt:

    Weil es schon teuer genug ist über eventuell die Sparkasse Aktien zu kaufen, da wirst du nur an Bearbeitungsgebühr schon arm.

    Gruß
    Franky

  3. Matthias sagt:

    Weil die Anleger sonst ganz einfach nach London oder sonstwohin ausweichen.
    Die Börsenumsatzsteuer hat früher übrigens nur minimale Erträge gebracht.

    Und nächstes Jahr kommt die Abgeltungssteuer.

    Nachtrag: schon heute sind Kursgewinne steuerpflichtig, wenn die Papiere weniger als ein Jahr gehalten wurden. Aber ich denke du meinst die “Tobin-Tax”.

  4. Max sagt:

    Weil unser Staat uns die Kohle schon genug aus der Tasche zieht und da nicht gleich weiter machen muss.

  5. Mutter Schagalla sagt:

    Die Börse ist spätestens seit Riester zum Tummelplatz auch ungezählter Laienvertreter geworden. Wer will entscheiden und festlegen, welche Investition spekulativ und welche seriös sein soll?

  6. Dr. Honigtau-Bunsenbrenner sagt:

    Oder nicht!

    Zuerst mal: Verluste werden nicht versteuert. Wenn jemand an der Boerse Geld verliert, soll er/sie wohl noch obendrein Steuern dafuer bezahlen? Das wuerde ja wohl alles auf den Kopf stellen. Wer wuerde dann noch Geld in Aktien investieren? Eine funktionierende Aktienboerse ist essentiell wichtig fuer die Wirtschaft.

    In Deutschland gibt es sehr wohl eine “Spekulationssteuer”. Kursgewinne sind steuerpflichtig, wenn zwischen Kauf und Verkauf der Wertpapiere weniger als 12 Monate liegen. Erst nach Ablauf dieser Spekulationsfrist ist der Gewinn steuerfrei. Damit will man gerade spekulative Deals weniger attraktiv machen, denn da werden Wertpapiere nur kurzzeitig gehalten. Desweiteren kann man Verluste gegen Gewinne anrechnen. Beispiel: Ich verkaufe Aktie A und mache damit netto 2000 Euro Gewinn. Ausserdem verkaufe ich Aktie B und realisiere 1200 Euro Verlust. Jetzt muss ich nur noch 800 Euro des Gewinns aus Aktie A versteuern.

    Zugegeben ist Deutschland mit der totalen Steuerfreiheit nach 12 Monaten Haltedauer fast schon eine Steueroase. In anderen Laendern gibt es entweder keine Spekulationsfrist, oder nach Ablauf dieser Frist werden die Gewinne deutlich geringer versteuert. Ab 1. Januar 2009 wird aber auch das anders, wenn die neue Abgeltungssteuer eingefuehrt wird. Dann gibt es keine Spekulationsfrist mehr und realisierte Kursgewinne werden pauschal mit 25% besteuert. Was bleibt ist das Gegenrechnen von realisierten Verlusten.

    Die Abschaffung der Spekulationsfrist finde ich sehr bedauernswert. Zum einen redet die Regierung davon, dass man mehr zur privaten Altersvorsorge tun soll (wobei eine Anlage in Aktien empfehlenswert ist), aber dann wird so ein neues Gesetz eingefuehrt, das langfristige – also nicht spekulative! – Aktieninvestments deutlich weniger attraktiv macht.

    Nachtrag: Es ist egal an welcher Boerse ich handel, ob Frankfurt, London, New York oder Tokio. Wenn ich in Deutschland steuerpflichtig bin, muss ich Gewinne in Deutschland versteuern.

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