Allheilmittel Handpuppe

Unerlässlich in jedem Kinderzimmer ist die altbekannte Handpuppe. Schon bei den ersten Rollenspielen lernen Kinder Wichtiges zum Thema Kommunikation und soziale Kompetenzen. Prinzessin und Kasper geben sich zur Begrüßung die Hand und wenn die hübsche Königstochter hinfällt, reicht der Polizist dieser zuvorkommend die Hand und ist beim Aufstehen behilflich.
Vieles, für Kinder schwer Begreifliches, wird durch die Hilfe von Handpuppen leicht verständlich gemacht. Auch der Kasper bleibt beim Essen am Tisch sitzen und wäscht sich danach die Hände. Der lästige Waschlappen wird zum Krümelmonster und darf liebevoll die Essensreste aus dem Gesicht auflesen oder darf beim Haare waschen helfen. Die Rollenspiele fördern die Kreativität und lassen der Fantasie der Kinder freien Lauf.

Ältere Kinder lernen durch das Basteln der eigenen Handpuppen, oder beim Reparieren der vielbeanspruchten Lieblingspuppe, den ersten Umgang mit Stoff, Knöpfen und Garn. Rollenspiele werden komplexer, Aufführungen beim Kasperletheater werden zu Hause nachgespielt und Lieblingsszenen auswendig gelernt.

Der Vorhang fällt jedoch auch für geliebte Handpuppe irgendwann, dann steht der Umzug in einen Umzugskarton auf dem Dachboden an. Doch mit Einzug eines eigenen Kindes, Enkels oder Neffen, darf die Handpuppe wieder neue Kindergesichter zum Lachen bringen. Und auch das eigene Herz fängt an zu lachen, wenn man sich wieder seiner Fantasie hingibt.

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