Unter einer Langfristanlage versteht man Anlage des Vermögens für eine lange Zeitdauer.
Vor- und Nachteile einer Langfristanlage in Geld
Unter einer langfristigen Anlage in Geld versteht man, dass man sein Geld für einen längeren Zeitraum fest anlegt und in diesem Zeitraum nicht darüber verfügen kann. Was für den einen lang ist, betrachtet der andere als kurz.
Lässt man den Begriff “lang” bereits bei einer Anlagedauer von 5 Jahren beginnen, so sind die Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere mit Restlaufzeiten von mehr als 5 Jahren schon als lang zu bezeichnen. Der Vorteil dieser Anlagen ist, dass man – solange der Emittent zahlungsfähig ist – regelmäßig seine Zinsen in garantierter Höhe bekommt und bei Ablauf erhält man garantiert sein Kapital zurück. Die Zinsen für derartige längerfristige Anlagen sind immer höher als diejenigen für kurzfristige Anlagen.
Auch Sparbriefe der Banken, Kapitallebensversicherungen und private Rentenversicherungen sind langfristige Geldanlagen. Während der Festlegungsdauer kommt man nicht mehr, oder recht schwer oder nur mit erheblichen Nachteilen und Risiken wieder an das Geld heran. Bei Sparbriefen der Banken wird man nur ganz selten und nur mit hohen Strafzinsen vor Ablauf an sein Geld kommen. Hat man sein Geld langfristig in Versicherungen angelegt, wird man erhebliche Abschläge hinnehmen müssen, wenn man sein Geld wieder haben möchte. Bei börsenfähigen festverzinslichen Wertpapieren (Rentenpapiere genannt) kommt man börsentäglich wieder an sein Geld, muss aber das Risiko der Kursverluste und Gebühren in Kauf nehmen.
Langfristige Anlagen in Sachwerte
Hiermit sind Immobilien, Bilder, Edelmetalle oder auch Briefmarken gemeint. Obwohl die Aktie ein Wertpapier ist, ist sie eigentlich ein Sachwert, da diese einen Anteil an einem Unternehmen darstellt. Mit Ausnahme der Immobilien und Aktien bringen langfristige Anlagen in Sachwerte keine laufenden Renditen, sondern man hofft auf Wertzuwächse durch Preissteigerungen. Dies hat bei Anlagen in Edelmetallen, Bildern und Briefmarken den Vorteil, dass nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahre keine Abgeltungssteuern anfallen. Trotz eigentlich langfristig geplanter Anlage können diese Werte täglich liquidiert werden – allerdings verbunden mit dem Kursrisiko.