Frage von sommerkleidchen zieht sich was über: Warum werden Börsengeschäfte nicht mit einer eigenen Währung gemacht?
Dann könnte eine einheitliche “Spielgeldwährung” von den übrigen realen Geschäften getrennt werden. Die Umtauschkurse könnten verhindern, dass es bei einem Crash auf die übrige Wirtschaft übergreift.
Ist das diskutabel?
Der Umtauschkurs müßte an irgendwelche Parameter gekoppelt werden. Wenn bestimmte Werte überschritten werden, setzt er aus. Dann entfällt der Umtausch bis die Währungen wieder zu synchronisieren sind.
Beste Antwort:
Answer by Sokrates
Eine sehr interessante Idee
Der Haken liegt im Umtauschen. Umtauschen muss möglich sein, denn was mach ich sonst mit der Börsenwährung letztendlich.
Zwei Möglichkeiten:
a) der Umtauschkurs ist fix oder verändert sich langsam. Dann hat die Zusatzwährung nichts gebracht, weil die Verbindung (= Wechselkurs) zwischen Börsen und Devisenwährung ja eine strenge Koppelung ist
b) der Umtauschkurs ist variabel. In diesem Falle gibt es vermutlich ein Vertrauensproblem. Entweder gibt es eine öffentliche Institution, die den Wechselkurs vorgibt – dann unterstellt man natürlich eigene Motive bei der Festlegung (Politik, Wirtschaftsinteressen, etc.).
Oder aber der Mechanismus ist klar geregelt und vorherehbar, dann haben wir de facto wieder den Fall a) und keine Entkoppelung.
Zusätzlich gibt es evt. noch das Problem, dass das Umwechseln neben Geld noch Zeit kostet. Und damit würde die Börse als schnelle und liquide Institution die Attraktivität verlieren.
Kreative Idee, nichtsdestotrotz
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